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Hundefotografie: 8+1 Tipps für das perfekte Hundefoto

Du hast einen Hund, liebst es Bilder von ihm zu machen und hast Dich schon immer gefragt, wie aus einem Schnappschuss ein Bild wird, das echte Emotionen transportiert?
Heute möchten wir Dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, die Dir auf der Reise von einem einfachem Schnappschuss zu einem echten Hundefoto mit Emotionen weiterhelfen werden. Zwar sind auch wir keine professionellen Fotografen, haben aber trotzdem einige Tipps & Tricks auf Lager, die uns bei unseren täglichen Hundeshootings enorm weitergebracht haben.
Schon bevor unsere Reise mit rabaukenglück begann und noch bevor unser Hund Carlos bei uns einzog, waren wir häufig mit unserer Kamera unterwegs. Kein Wunder also, dass wir die spannende Zeit mit Carlos unbedingt von Anfang an festhalten wollten. Blöd nur, wenn ein Hund bei Dir einzieht, der sich als kamerascheu entpuppt.
Also lass Dir eine Tasse Kaffee ein und hab viel Spaß beim Lesen!

Was brauchst Du für richtig gute Hundefotos?

Klar - eine gute Kamera. Vielleicht überlegst Du Dir gerade schon, welches Kameramodell und welche Objektive Du brauchst. Vielleicht hast Du auch schon ein Modell in der engeren Auswahl und bist ziemlich erschrocken wie teuer dieses Hobby werden kann. Das können wir leider nicht beschönigen: 1000€ sind für eine Grundausstattung mit einer modernen Kamera, verschiedenen Objektiven, Speicherkarten, Stativen usw. schnell erreicht.
Hier musst Du Dir zuerst die Frage stellen, was Du eigentlich machen möchtest. Wir möchten unsere Spiegelreflexkamera nicht mehr missen wollen, aber auch mit einer Digitalkamera und auch mit Deinem Smartphone können tolle Bilder entstehen! Doch das soll nicht das Hauptthema dieses Beitrages werden. Es soll viel mehr um die Person gehen, die hinter der Kamera steht, denn denke immer daran:
Du machst das Foto - nicht die Kamera.
Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass es viel wichtiger ist, Dich mit Blickwinkeln, Stimmungen und Deiner Umgebung zu beschäftigen, als mit dem Gerät, das letztlich alles aufnehmen soll.
Also lassen wir die Technik für einen kurzen Moment links liegen und schauen wir uns an, was wirklich wichtig in der Hundefotografie ist:

#1 Geduld

Wenn Du schon einmal versucht hast, Deinen Hund in einer bestimmten Pose abzubilden und seinen Blick dabei direkt in die Kamera zu lenken, dann weißt Du wie viel Zeit & Geduld man dafür mitbringen muss. Auch, wenn es anstregend ist: Nimm Dir diese Zeit, denn sie lohnt sich! Auch, wenn Dein Hund nicht direkt so sitzt / schaut wie Du es Dir eigentlich vorgestellt hast. Was gut werden soll, braucht seine Zeit.
Achte aber auch darauf, dass Du Deinen Hund nicht überforderst und nicht zu viel auf einmal verlangst. Wir versuchen unsere "Foto-Sessions" auf maximal 15 Minuten zu beschränken. Wenn das perfekte Bild noch nicht dabei ist, dann mach ruhig eine Pause, versuche es später oder am nächsten Tag einfach nochmal. Finde für Dich heraus, wie lang die Aufmerksamkeistspanne Deines Hundes ist und lerne zu erkennen, wann er überfordert ist.
Unter Zwang wirst Du garantiert keine harmonischen Fotos von Deinem Hund einfangen können. Das haben wir für uns schon sehr früh lernen müssen.

#2 Snacks, Snacks und Snacks

Ich kann nicht für Deinen Hund sprechen, aber Carlos lässt sich mit dem richtigen Snacks nahezu zu allem überzeugen. Allein für die Blickführung Deines Hundes können Snacks wahre Wunder bewirken. Unser Tipp an Dich: Wähle Snacks, die Dein Hund nicht jeden Tag rund um die Uhr bekommt. So hast Du direkt seine Aufmerksamkeit und je nachdem wie bestechlich Dein Hund ist, fallen ihm bestimmte Kommandos & Tricks vielleicht etwas leichter ;)

#3 Eine weitere Person

Wir machen unsere Produktbilder & Stimmungsbilder für unseren Social Media Kanal und für unseren Shop eigentlich immer zu zweit. Glücklicherweise können wir uns beide dafür voll und ganz begeistern - also sowohl für Carlos, als auch für die Fotografie.
Für uns hat sich mittlerweile eine einfache Rollenverteilung ergeben: Einer kümmert sich um das Bild und einer um Carlos. Sollte ich ausnahmsweise mal alleine fotografieren, merkt es Carlos sofort, wenn ich kurz unaufmerksam bin. Stell Dir vor: Du hast 5 Minuten damit verbracht, Deinen Hund in die passende Stellung zu bringen und in dem Moment, in dem Du auf Deine Kamera schaust, um eine Einstellung anzupassen, kommt er zu Dir getapst, um zu schauen, was Du da machst. Herrlich, oder?
Die zweite Person kann sich daher wunderbar damit beschäftigen, den Blickwinkel Deines Hundes zu steuern. Wenn Du wirklich viele Bilder von Deinem Hund bereits gemacht hast und er das Fotografieren mittlerweile gewohnt ist, kannst Du Deinem Hund auch das Kommando "Schau etwas mehr nach links" beibringen. Es gibt tatsächlich Hunde, die das können. Aber es geht natürlich schneller, wenn Du Dir statt eines neuen Kommandos einfach eine zweite Person schnappst, die den Blick des Hundes auf sich lenkt, damit er in die gewünschte Richtung blickt. Auf die Positionen und Blicke Deines Hundes gehen wir im Bereich "Blickwinkel" später genauer ein.

#4 Einen "an die Kamera gewöhnten" Hund

Ich weiß nicht, wie das Zusammenleben mit Deinem Hund abläuft, aber unser Leben mit Carlos basiert auf sehr viel Training. Egal, ob es das Lernen von Regeln, Kommandos oder Ruhezeiten ist. Daher schadet es für die Hundefotografie nicht, wenn Hundetraining ohnehin schon ein Bestandteil Deines (Hunde-) Alltags ist.
In der Einleitung hatte ich eine böse Überraschung im Bezug auf den einst kamerascheuen Carlos angesprochen. Wenn ich mir jetzt vor Augen halte, wie oft Carlos inzwischen mit unserer Kamera zu tun hat, muss ich doch etwas schmunzeln.
Als Carlos bei uns einzog, hatten wir keine Ahnung, dass mit ihm auch eine Angst gegenüber allem, was er nicht kannte, einzog. Egal, ob Drucker, Mixer oder auch die Kamera: All das war in den ersten Wochen ein ziemlich großes Problem für ihn. Und für uns somit auch. Wir hatten keinen einzigen Gedanken daran verloren, dass ein Hund auch Angst vor einer Kamera haben könnte. Ehrlich gesagt war ich auch etwas enttäuschst und rechnete bereits damit, nicht wie geplant meiner Leidenschaft für Fotografie in dieser Richtung nachgehen zu können.

So haben wir Carlos an die Kamera gewähnt

Sollte Dein Hund die Kamera von Anfang an akzeptieren oder Du ausschließlich mit Deinem Handy fotografieren und Dein Hund damit auch keine Probleme hat, kannst Du diesen Teil einfach kurz überspringen.
Zur Eingewöhnung an die Kamera habe ich dafür gesorgt, dass Carlos möglichst regelmäßig die Kamera gesehen hat. Bei uns lag sie z.B. relativ lange auf dem Esstisch. So konnte Carlos in Ruhe schauen und sich annähern, ohne, dass eine zu große "Gefahr" für ihn ausging. Dabei habe ich das Objektiv zu Beginn von ihm weggedreht, damit es noch weniger bedrohlicher für ihn wirkt. Als Carlos nach ein paar Wochen kein Problem mehr damit hatte, dass die Kamera ihn angeschaut hat, war es an der Zeit, die Kamera in die Hand zu nehmen.
Mach bitte nicht den Fehler und ziele mit der Kamera direkt auf Deinen Hund. Bau sie einfach in Deinen Alltag ein. So kannst Du zum Beispiel, wenn Du gerade an der Kamera vorbeigehst, diese einfach in die Hand nehmen, sie ein paar Schritte mittragen und dann wieder ablegen. Steigere dabei die Häufigkeiten des "Durch die Gegend tragens" über mehrere Tage, bis sich Dein Hund allmählich daran gewöhnt hat und er gelernt hat, dass ihm nichts passiert, wenn Du eine Kamera in der Hand hast.
Im nächsten Schritt geht es darum, Deinen Hund über eine größere Distanz (wir haben mit etwa 12 Metern angefangen) ins "Visier" zu nehmen und die Distanz über mehrere Etappen zu verringern, bis Du mit der Kamera direkt vor Deinem Hund sein kannst.
Jetzt kommt es im nächsten Schritt etwas darauf an, welche Art von Gerät Du verwendest. Macht Dein Gerät "Piep-Geräusche" beim Auslösen, Fokussieren oder Tastendruck? Schalte es aus!
Da wir mit einer Spiegelreflexkamera arbeiten, entsteht beim Auslösen ein ziemlich lautes "Klack Geräusch". Beim elektrischem Fokussieren gibt es auch ein leichtes "Rattern". An beide Geräusche haben wir Carlos relativ schnell gewöhnen können, indem wir sie einfach in den vorherigen Schritten miteingebaut haben. Dazu habe ich, als die Kamera auf dem Esstisch lag, öfter mal ein Foto gemacht, ohne die Kamera großartig zu bewegen. Damit wurde dieses Geräusch von Anfang an als keine Bedrohung wahrgenommen.
Das ist übrigens eines unserer Trainings bei denen ich komplett ohne Leckerlis gearbeitet habe. Ich möchte nicht, dass Carlos Belohnung und Freude mit der Kamera verbindet. Er soll sie komplett neutral einordnen und sie auch als alltäglichen Gegenstand wahrnehmen. Es würde Deine Arbeit bei Fotos deutlich erschweren, wenn Dein Hund jedes Mal einen Snack erwartet, wenn Du die Kamera zückst. Zusätzlich kann das Verwehren eines Snacks, wenn er diese mit der Kamera verknüpft hat, Frust in Deinem Hund auslösen. Und ein frustrierter Hund ist definitiv nicht die richtige Voraussetzung für schöne und entspannte Hundefotos.
Sobald Dein Hund die Kamera akzeptiert hat, können wir uns weiter unserem Thema widmen. Lass uns ein paar Kommandos anschauen, die Dir beim Hundeshooting das Leben um einiges einfacher machen werden.

#5 Kommandos & Tricks, die für mehr Abwechslung sorgen

Bleib ist mit das wichtigste Kommando auf dieser Liste. Wenn Du es richtig aufbaust, bleibt Dein Hund nach diesem Kommando an der Stelle und in der Position, in der er gerade ist. So kannst Du Dich auch ein Stück von ihm entfernen.
Sitz und Platz: Gehören zu den Basics, damit Du Deinen Hund platzieren kannst. Wir unterscheiden das Platz dabei sogar noch in zwei Stufen: Beim Runter legt Carlos sich auf den Bauch, mit den Pfoten nach vorne ausgestreckt. Bei der Erweiterung Down wird zusätzlich der Kopf flach auf den Boden abgelegt.
Schau mich an: Korrekt aufgebaut bleibt Dein Hund bei diesem Kommando genau in seiner Position. Lediglich der Kopf wird zu Dir gedreht und Dein Hund schaut Dich an. Mit Carlos haben wir zusätzlich aufgebaut, dass er nicht nur zu uns, sondern auf die freie Hand mit dem Leckerli schaut. So kannst Du den Blick besser ausrichten.
Der Hand folgen: Bringe Deinem Hund bei, Deiner Hand zu folgen. So kannst Du ihn mit der Hand in die richtige Position navigieren, ihn auf Gegenstände führen oder in der richtigen Richtung ausrichten.
Steh ist durchaus praktisch, wenn Du einen Hund hast, der sich in vielen Situation erstmal hinsetzt (Carlos ist so Einer...). Das Hinsetzen ist prinzipiell nichts Schlechtes, aber auch ein stehender Hund kann auf vielen Fotos wirklich toll aussehen.
Hochspringen an Gegenständen: (Ist nicht zwingend erforderlich, aber auf für viele Bilder hilfreich.) Beim Anzeigen eines Gegenstandes mit der Hand und dem Ausdruck "Hep" oder "Hop" springt Carlos mit den Vorderpfoten darauf und verbleibt in dieser Position. Also quasi "Männchen" - nur mit einer Stütze.
Tricks: Um in der Menge der vielen Hundebilder (besonders auf Instagram) aufzufallen, ist es ein Ansatz, Deinen Hund in "ungewöhnlichen" Posen abzulichten. Wir lassen Carlos z. B. Männchen machen, sich auf den Rücken legen, Pfote geben oder auch mal ein High five machen. Je mehr Tricks Du auf Lager hast, desto mehr Möglichkeiten hast Du schlussendlich auch bei Deinen Hundebildern.

#6 Die richtige Stimmung & Botschaft Deiner Bilder

Dein Hund ist also optimal trainiert und macht auf Kommando genau das, was Du von ihm erwartest? Perfekt! Und wenn nicht, ist das auch kein Weltuntergang. Je nach Tagesform klappen bei uns bestimmte Kommandos auch nicht. Aber es schadet nicht, neue Tricks zu lernen und Bestehende zu festigen. Und falls kein schönes Bild zustande kommen sollte, hast Du trotzdem ein wenig mit Deinem Hund trainiert. Und gemeinsame Zeit mit Deinem Hund ist niemals eine Verschwendung ;)
Wenn Du Bilder von Deinem Hund machen möchtest, ist es wichtig, dass Du für Dich herausfindest, was eigentlich Deine Intention ist. Wir versuchen immer in einem Bild eine gewisse Botschaft zu transportieren oder eine wertvolle Erinnerung festzuhalten. Wenn Du einfach nur einen kurzen Schnappschuss von Deinem Hund machen möchtest, kannst Du Dir natürlich einfach Dein Handy schnappen und abdrücken. Aber dafür brauchst Du diesen Artikel nicht lesen. Ich bin mir sicher, das hättest Du auch ohne mich geschafft.
Aus dem, was Du letzlich aussagen möchtest, leitest Du dann ab, welche Stimmung in Deinem Bild herrschen soll. Geht es zum Beispiel um das Thema: "Soll ich einen Hund adoptieren oder kaufen?". Mach Dir am besten vorher Gedanken, welche Position Du zu diesem Thema vertrittst und, ob es vielleicht öffentlich verbreitete Meinungen zu diesem Thema geht.
Wir gehen das an dem genannten Beispiel einmal durch. Wenn wir unsere Meinung "Pro-Tierschutz" unterstreichen wollen, könnten wir z. B. auf der emotionalen Ebene die Stimmung im Bild steuern, damit der Hund möglichst "traurig" aussieht, um Mitleid zu erregen. Andererseits hätten wir die Möglichkeit die starke Persönlichkeit und den Charakter eines Tierschutzhundes hervorzuheben. In diesem Fall wäre ein Bild, dass eine "erhabene" Stimmung transportiert, besser geeignet.
Ich denke, Du verstehst, was ich damit sagen möchte und stellst langsam fest, dass es nicht nur darum geht, einfach nur auf den Auslöser zu drücken und schon ist das tolle Bild im Kasten.
Lass uns ein paar Basics der Fotografie unter die Lupe nehmen, damit Deine Bilder auch aus technischer Sicht gut werden.

#7 Der richtige Zeitpunkt

Das menschliche Auge ist ziemlich gut darin bei schlechten Lichtverhältnissen scharf zu sehen. Das funktioniert, weil Du nur einen Teil der Umgebung wirklich siehst und der Rest von Deinem Hirn ergänzt werden muss. Das kann Deine Kamera nicht. Die aktuelle Werbung für Smartphones mit "Nachtsicht" und sonstigen Features lässt uns schnell denken, dass die Helligkeit unwichtig ist. Leider ist das in der Regel nur ein Werbeversprechen und bringt erhebliche Probleme mit sich.
Es gibt drei wichtige bei Kameras einstellbaren Faktoren, die beeinflussen, ob und inwieweit Dein Bild hell wird.
Die Blende beschreibt vereinfacht gesagt die Größe der Öffnung der Kamera. Je größer die Öffnung, desto mehr Licht fällt ein. Diese Einstellung bieten Dir Smartphones und einfache Kameras in der Regel nicht.
Die Belichtungszeit gibt an, wie lange Licht in Deine Kamera fällt. Je länger die Belichtungszeit, desto heller das Bild. Bei nicht detaillierten Aufnahmen kannst Du über die Belichtungszeit gute Ergebnisse erreichen. Allerdings bekommst Du Probleme, sobald sich Dein Hund auch nur ein wenig bewegt. Haare, die bei leichtem Wind flattern, werden bei zu langer Belichtungszeit schon verschwommen. Und eins ist sicher: Dein Hund wird sich bewegen.
ISO/Lichtverstärkung: So gut wie alle digitalen Aufnahmegeräte, die Bilder machen, steuern auch intern ihre ISO, um die Helligkeit des Bildes anzupassen. Dabei wird das Bild digital nachbearbeitet und heller gemacht.
Also lass uns zusammenfassen: Die Blende können wir auf dem Smartphone wenig bis gar nicht beeinflussen, obwohl diese einen erheblichen Einfluss auf das Bild hat. Die Belichtungszeit müssen wir möglichst kurz halten, um ein scharfes Bild zu bekommen und die ISO sollte gering bleiben, damit es nicht rauscht oder andere Störungen im Bild sichtbar werden. Da die genannten Präferenzen alle dazu führen, dass Dein Bild dunkler wird, müssen wir uns eine vierte Einstellung anschauen, um unser Bild noch heller zu gestalten.
Wir brauchen Licht! Und zwar viel davon! Denkst Du gerade darüber nach, einfach den Blitz einzuschalten? Bloß nicht! Wenn Du nicht gerade ein professionelles Fotostudio zur Verfügung hast oder viel Geld für passende Lampen ausgeben möchtest, brauchst Du Tageslicht. Die normale Beleuchtung von Innenräumen lässt Bilder in aller Regel unnatürlich wirken. Dem kannst Du mit einem passenden Weißabgleich entgegenwirken, aber wirklich glücklich wirst Du damit nicht werden.
Also such´ Dir ein großes Fenster, durch das viel Licht fällt oder gehe am besten einfach ganz raus. Wenn es draußen bewölkt ist oder die Abenddämmerung schon eingesetzt hat, wird es in der Regel sehr schwierig für Dich, passende Bilder zu machen.
Dabei gibt es natürlich auch Ausnahmen. Willst Du stimmungsvolle Bilder mit Mond oder Sonnenuntergang machen, gibt es dafür natürlich auch bestimmte Techniken. Diese würden an dieser Stelle allerdings den Rahmen sprengen. Wenn Du in diese Richtung mehr lesen möchtest, dann schreib uns gerne.
Probiere es doch einfach mal aus: Such Dir eine weiße Wand in Deiner Wohnung, an die Tageslicht durch ein Fenster scheint. Platziere Dein Hund vor dieser Wand und mach ein Bild. Das wiederholst Du jetzt mit verschiedenen Lichtverhältnissen (Dämmerung, Nacht, Raumbeleutung, Blitz, usw.) und vergleichst hinterher die Bilder. Dir wird der Unterschied direkt auffallen und Du wirst verstehen, wovon ich spreche.

#8 Die richtige Perspektive

Du hast die wichtigste Ausrüstung zusammen, Dein Hund ist trainiert und das Licht stimmt auch. Dann lass uns endlich Bilder machen.
Einer der wichtigsten Tipps, die ich Dir geben möchte, bezieht sich auf den Blickwinkel. Unten siehst Du vier Bilder von Carlos. Alle mit dem gleichen Hintergrund und den gleichen Einstellungen der Kamera - nur aus einer anderen Perspektive aufgenommen. Lediglich beim ersten Bild ist der Kopf etwas anders gedreht, aber das bleibt an dieser Stelle unberücksichtigt.
Du wirst mir mit Sicherheit zustimmen, wenn ich Dir sage, dass wir hier vier komplett unterschiedliche Bilder von Carlos sehen. Wie schon gesagt war das Einzige, was ich hier verändert habe, meine Position:
  1. Bild: Die Kamera liegt auf dem Boden und ich auch. Die Entfernung zu Carlos ist ca. 3 Meter.
  2. Bild: An der Stelle, wo ich bei 1. lag, stehe ich jetzt aufrecht. Die Kamera ist auf der Höhe meines Kopfes.
  3. Bild: Ich stehe aufrecht direkt vor dem Kissen und leicht nach unten gelehnt.
  4. Bild: Die Kamera ist etwa auf Augenhöhe von Carlos und ich liege sehr dicht vor dem Kissen auf dem Boden.
Wenn wir den "schönen Hintergrund" mal außen vor lassen, hätten diese vier Bilder auf ihre ganz eigene Weise eine Daseinsberechtigung. Um im Rahmen dieses Blogbeitrages die einzelnen Bilder zu bewerten, haben wir jeweils das Erste, was uns dazu in den Sinn kam, aufgeschrieben. Der erste Eindruck legt auch in der Regel fest, wie ein Bild wahrgenommen wird.
Bevor ich Dir aber jetzt sage, was wir in den Bildern sehen, mach Dir ruhig auch etwas Gedanken. Schau Dir die Bilder an und überlege für Dich, was Dir dazu einfällt.
Das sind unsere ersten Eindrücke:
  1. Distanz, eigenständig, unabhängig
  2. Von oben herab, einschüchternd
  3. Nähe, privater Moment
  4. Los geht's, Lass uns das nächste Abenteuer starten
Daraus lassen sich jetzt verschiedene Blickwinkel für verschiedene Stimmungen ableiten. Prinzipell lässt sich aber sagen, dass Bilder sehr viel realistischer und emotionaler wirken, wenn Du die Kamera näher Richtung Boden führst. Vereinfacht lässt sich sagen, dass Du auf Augenhöhe Deines Hundes oder tiefer sein solltest. Je tiefer Du bist, desto erhabener wirkt Dein Hund auf dem Foto.
Ich weiß - das ist gar nicht so einfach. Zuhause lässt sich das in der Regel noch gut umsetzen, aber draußen wird das schnell eine "schmutzige" Angelegenheit. Wir haben Dir auf Instragram schon mal ein Reel zu unserem "Seifenblasen Shooting" gezeigt (Unten ein Auszug davon). Der Boden war an dem Tag zum Glück relativ trocken, aber Du kannst Dir nicht vorstellen, wie oft ich schon im Dreck lag, damit Ihr schöne Bilder auf Instragram bekommt ;)
Ich würde Dir immer empfehlen, dicht an Deinen Hund ranzugehen. Besonders Nahaufnahmen bringen Dir ganz oft tolle Ergebnisse.
Ja, Du kannst später zwar noch zoomen bzw. das Bild zuschneiden, aber damit verlierst Du meist den natürlichen Effekt, der bei der Aufnahme entsteht.

#9 Das richtige Umfeld (Hintergrund, Vordergrund und Requisiten)

Die Basics sitzen und Du liegst im Dreck bereit - es kann also los gehen! Am besten probierst Du nun erstmal alles aus, was Du gerade gelesen hast - nur für Dich und ganz ohne Druck. Vieles wird Dir sicherlich ungewohnt vorkommen, aber das gibt sich mit der Zeit. Ich denke zum Beispiel nicht mehr drüber nach, wenn ich mich auf dem nächsten Waldweg in den Dreck lege ;).
Und jetzt wollen wir Deinen Bildern noch etwas mehr Tiefe und Charakter verleihen. Dafür würde ich Dir empfehlen, mit einem Objekt zu üben, das sich nicht bewegt. Vielleicht nimmst Du ein Kuscheltier oder Ähnliches für den Anfang.
Prinzipell lässt sich in den meisten Fällen sagen, dass Fotos lebloser wirken, wenn alles gleich scharf ist. Das lässt sich vom menschlichen Auge ableiten. Wenn Du einen bestimmten Bereich ansiehst, wird der Bereich um das Objekt deutlich unschärfer. Er verschwimmt etwas. Um jetzt den Fokus des Menschen auf die relevante Stelle zu lenken, lassen wir das Hauptobjekt in unserem Bild scharf erscheinen und der Rest (also Hinter- und Vordergrund) werden unscharf dargestellt. Um diesen Effekt zu erzielen, kannst Du beispielsweise den Boden verwenden. Bist Du mit der Kamera/ dem Handy direkt über dem Boden, hast Du am unteren Rand einen Bereich, der unscharf ist. Dieser wird immer schärfer je dichter Du Dich auf dem Bild an dem Objekt befindest. Nach dem Objekt verläuft es wieder ins Unscharfe. Damit imitieren wir in dem Bild die natürliche Tiefenschärfe, die unser Auge normalerweise erzeugen würde und vermitteln dem Gehirn damit, dass es kein flaches Bild betrachtet, sondern ein Bild mit Tiefe.
Eine Möglichkeit, diesen Effekt zu verstärken, ist es, sich natürliche Linien zu suchen. Dabei schaffen horizontale Linien einen "Horizont" und diagonale Linien eine Perspektive. Noch weiter verstärken lassen sich diagonale Linien, wenn sie von zwei Seiten auf Dein Objekt zulaufen.

Größenwahrnehmung

Um die Größe eines Objektes bestimmen zu können, brauchst Du beide Augen. Da Deine Augen etwas Abstand voneinander haben, siehst Du eigentlich dauerhaft zwei Bilder mit etwas unterschiedlichen Blickwinkeln. Diese zwei Bilder ermöglichen es Deinem Gehirn, die Größe und Entfernung von Objekten einzuschätzen. Das funktioniert bei Fotos leider nicht. Um die Größenwahrnehmung trotzdem nutzen zu können, ist es ratsam in dem Bild ein Objekt zu platzieren, dass der Mensch kennt. Das hilft Deinem Gehin dabei, die Situation einzuordnen und auch die Perspektive zu erkennen.
Es kann für das Gehirn teilweise schon bei Bildern schwierig sein zu erkennen, wo oben und unten ist. Dafür kannst Du natürlich vorkommende Bereiche einsetzen. Zum Beispiel ist der Himmel immer oben oder Bäumen sieht man auch gut an, wo oben ist. All das hilft Deinem Kopf dabei, die Situation im Bild einzuordnen.
Ein Bild, was Dein Gehirn im ersten Moment nicht richtig einordnen kann, wirkt uninteressant. Andererseits kann es wiederum auch Aufmerksamkeit erzeugen und den Drang in Dir auslösen, Dich noch mehr mit dem Bild zu beschäftigen. Aber durch die Fülle an Informationen im Alltag, denen wir täglich ausgesetzt sind, wird sich unser Gehirn höchstwahrscheinlich für das erste Szenario entscheiden und das Bild somit als uninteressant verbuchen.

Requisiten

Deine Bilder dürfen nicht zu kahl wirken, aber auch nicht zu überladen. Prinzipiell gibt es aber leider keine Regel, die besagt, dass im Hintergrund zwei Bäume und eine Blume im Vordergrund genau richtig sind.
Im Wald wirst Du zum Beispiel nicht viele zusätzliche Requisiten brauchen. Eventuell kannst Du ein paar Grashalme oder Blumen am Wegrand in den Vordergrund bringen. Versuche bei Bildern im Wald einfach das zu verwenden, was Du vor Ort findest. So kommen in der Regel die natürlichsten und schönsten Bilder zustande.
In der Stadt wäre eine Wand mit Graffity zum Beispiel ein schöner Hintergrund. Aber achte darauf, dass es nicht zu viel von Deinem eigetlichen Motiv, also Deinem Hund, ablenkt. Ein Bordstein kannst Du als horizontale Linie einsetzen, um Deinem Bild mehr Tiefe zu verleihen.
Zuhause musst Du kreativ werden. Dafür hast Du allerdings viel mehr Ruhe und kannst Dir Zeit lassen, um einige Sachen ausprobieren. Hier hat sich bei uns bewährt, dass wir zuerst die Szene mit Requisiten zusammenstellen, dann ein paar Bilder mit einem Kuscheltier machen, um die Einstellungen und Positionen zu prüfen und erst, wenn alles passt, kommt Carlos dazu und das eigentliche Shooting kann beginnen.

How-To: So machst Du richtig gute Hundefotos

  1. Stelle Deine Ausrüstung weise zusammen, aber denk immer daran: Du machst das Foto - nicht die Kamera.
  2. Sei Dir bewusst, dass es auch kamerascheue Hunde geben kann. Ein entsprechendes Training ist unerlässich, bevor Du die perfekten Fotos schießen kannst.
  3. Gute Fotos brauchen Zeit: Nimm sie Dir, aber überfordere Deinen Hund dabei nicht.
  4. Eine weitere Person, die Dich bei Deiner Ausrichtung & Blickführung Deines Hundes unterstützt, ist goldwert.
  5. Viele Tricks & Kommandos sind kein Muss, bringen aber Abwechlung in Deine Bilder.
  6. Entscheide im Vorfeld, was Du mit Deinen Bildern aussagen und welche Stimmung Du dabei transportieren möchtest.
  7. Achte auf den richtigen Zeitpunkt und das passende Licht.
  8. Die Perspektive macht den Unterschied. Bilder auf Augenhöhe mit Deinem Hund erzeugen meist den besten Effekt.
  9. Suche Dir die passenden Requisiten für Dein Bild. Aber Achtung: Oft ist weniger mehr.

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